Reiki Selbstbehandlung: Anleitung und Grundlagen
Einer der großen Vorteile von Reiki liegt darin, dass die Praxis nicht nur für Anwendungen an anderen Menschen gedacht ist.
Reiki kann auch für die eigene spirituelle Praxis verwendet werden.
In vielen Reiki-Traditionen gehört die Selbstbehandlung deshalb zu den ersten Anwendungen, die nach einer Einstimmung vermittelt werden.
Dafür braucht es keinen Behandlungsraum und keine aufwendige Vorbereitung.
Ein ruhiger Platz und einige Minuten Zeit können bereits genügen.
Was ist eine Reiki-Selbstbehandlung?
Bei einer Selbstbehandlung legt der Praktizierende seine eigenen Hände auf oder nahe an unterschiedliche Bereiche des Körpers und verbindet dies mit seiner Reiki-Praxis.
Die konkrete Vorgehensweise unterscheidet sich von Schule zu Schule.
Manche Systeme lehren feste Abfolgen von Handpositionen.
Andere arbeiten wesentlich intuitiver.
Wieder andere verbinden Reiki mit Meditation, Atembeobachtung oder bestimmten Techniken.
Deshalb gibt es nicht die eine einzig richtige Reiki-Selbstbehandlung.
Wichtiger ist eine Struktur, mit der du regelmäßig und aufmerksam praktizieren kannst.
Vorbereitung
Suche dir einen Platz, an dem du für einige Minuten möglichst ungestört bist.
Du kannst sitzen oder liegen.
Nimm dir zunächst einen Moment, um anzukommen.
Ein möglicher Ablauf:
-
Augen schließen.
-
Zwei oder drei ruhige Atemzüge.
-
Aufmerksamkeit auf den eigenen Körper richten.
-
Hände kurz vor dem Herzen zusammenlegen.
-
Reiki entsprechend deiner eigenen Tradition aktivieren beziehungsweise dich darauf ausrichten.
Damit beginnt die eigentliche Anwendung.

[Hinweis zur Nutzung von KI]: Bild mit KI erstellt.
Eine einfache Reiki-Selbstbehandlung
Eine unkomplizierte Reihenfolge könnte beispielsweise mehrere größere Körperregionen umfassen.
1. Kopf
Lege die Hände sanft an den Kopf oder halte sie mit etwas Abstand davor.
Viele Menschen beginnen ihre Selbstbehandlung hier, weil sich diese Position bequem mit einigen Minuten stiller Meditation verbinden lässt.
2. Hals und Schultern
Anschließend können die Hände in den Bereich von Hals beziehungsweise Schultern wandern.
Achte darauf, keinen unangenehmen Druck auszuüben.
3. oberer Brustbereich
Lege beide Hände bequem auf den oberen Brustbereich oder halte sie leicht darüber.
Diese Position lässt sich gut mit ruhiger Atembeobachtung verbinden.
4. Herzbereich
Danach können die Hände etwas tiefer wandern.
Gerade diese Position wird von vielen Praktizierenden als ruhiger Moment innerhalb der Anwendung erlebt.
5. Oberbauch
Lege die Hände auf den Bereich oberhalb des Nabels.
Lass die Atmung einfach kommen und gehen.
6. Unterbauch
Wandere anschließend etwas weiter nach unten.
Auch hier geht es nicht darum, etwas erzwingen zu müssen.
Du hältst einfach die Position und praktizierst.
7. Beine oder Knie
Im Sitzen können beide Hände bequem auf den Oberschenkeln oder Knien liegen.
Diese Position eignet sich besonders gut zum Abschluss einer Meditation.
8. Füße
Wenn es bequem möglich ist, können schließlich auch die Füße einbezogen werden.
Alternativ kannst du die Behandlung einfach mit den Händen auf den Knien beenden.
Eine ausführlichere Übersicht findest du in unserem Beitrag:
Interner Link: Reiki Handpositionen – ein praktischer Überblick
Wie lange bleibt man in einer Position?
Auch hier existieren unterschiedliche Lehrweisen.
Manche Reiki-Schulen verwenden feste Zeiten. Andere orientieren sich stärker an der eigenen Wahrnehmung.
In der praktischen Reiki-Literatur werden häufig mehrere Minuten pro Position verwendet; feste Zeiten sind jedoch kein universelles Gesetz. Auch professionelle Reiki-Organisationen beschreiben unterschiedliche Dauer je nach Position und Praxis.
Für den Alltag ist eine einfache Regel hilfreich:
Bleibe so lange, wie die Position angenehm und deine Aufmerksamkeit noch präsent ist.
Eine kurze regelmäßige Praxis kann wertvoller sein als eine lange Anwendung, zu der man sich nur selten motivieren kann.
Muss ich etwas spüren?
Nein.
Bei Reiki werden häufig Wärme, Kribbeln oder ein Gefühl des Strömens beschrieben.
Solche Empfindungen sind jedoch subjektiv.
Manche Menschen nehmen sehr viel wahr.
Andere fast nichts.
Die Qualität deiner spirituellen Praxis hängt nicht davon ab, ob deine Hände warm werden.
Anstatt auf ein bestimmtes Erlebnis zu warten, kannst du beobachten:
-
Wie fühlt sich mein Körper gerade an?
-
Wie ruhig oder unruhig bin ich?
-
Wo wandert meine Aufmerksamkeit hin?
-
Welche Gedanken tauchen auf?
-
Wie geht es mir nach der Praxis?
Damit wird die Selbstbehandlung gleichzeitig zu einer Übung in Selbstwahrnehmung.

[Hinweis zur Nutzung von KI]: Bild mit KI erstellt.
Reiki als tägliche Praxis
Eine Selbstbehandlung muss nicht immer eine vollständige Sitzung sein.
Du kannst Reiki auch kürzer in deinen Alltag integrieren.
Morgens
Einige Minuten Reiki können Teil einer stillen Morgenroutine werden.
Nach der Arbeit
Eine kurze Selbstbehandlung kann einen bewussten Übergang zwischen Arbeit und Freizeit markieren.
Vor der Meditation
Reiki lässt sich als Vorbereitung auf eine längere Meditationspraxis verwenden.
Abends
Eine ruhige Anwendung kann Bestandteil eines persönlichen Abendrituals sein.
Entscheidend ist nicht die Länge.
Entscheidend ist die Regelmäßigkeit.
Selbstbehandlung ist nicht Selbstbehandlung im medizinischen Sinn
Der Begriff kann leicht missverstanden werden.
Wenn wir von Reiki-Selbstbehandlung sprechen, verwenden wir die traditionelle Bezeichnung innerhalb der Reiki-Praxis.
Damit ist keine medizinische Selbsttherapie gemeint.
Das US-amerikanische National Center for Complementary and Integrative Health ordnet Reiki als komplementären Ansatz ein und weist darauf hin, dass eine Wirksamkeit für gesundheitliche Zwecke bislang nicht klar nachgewiesen wurde; auch für das postulierte Energiefeld gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis.
Bei Beschwerden, Erkrankungen oder gesundheitlichen Fragen gehören daher Ärztinnen, Ärzte beziehungsweise andere entsprechend qualifizierte Fachpersonen dazu.
Reiki kann daneben als persönliche spirituelle Praxis bestehen.
Muss man für Reiki eingestimmt sein?
Innerhalb vieler Reiki-Schulen gehört eine Einstimmung beziehungsweise Initiation zum traditionellen Lernweg.
Sie markiert den Beginn der eigenständigen Reiki-Praxis und wird von einer entsprechend ausgebildeten Lehrperson vermittelt. Auch etablierte Reiki-Organisationen beschreiben die Einstimmung als Teil ihres Ausbildungssystems.
Wie dieser Vorgang genau verstanden wird, unterscheidet sich wiederum zwischen verschiedenen Reiki-Traditionen.
Interner Link: Was passiert bei einer Reiki-Einweihung?
Die beste Reiki-Selbstbehandlung ist die, die tatsächlich stattfindet
Man kann aus Reiki eine sehr umfangreiche Praxis machen.
Man kann jedoch auch fünf Minuten still sitzen, die Hände auflegen und einfach präsent sein.
Gerade am Anfang ist es deshalb sinnvoll, nicht nach Perfektion zu suchen.
Entwickle eine Form, die zu deinem Leben passt.
Dann wird Reiki weniger zu einer besonderen Aktivität, für die erst der perfekte Moment eintreten muss.
Es wird Teil deiner spirituellen Praxis.
Häufige Fragen
Wie lange dauert eine Reiki-Selbstbehandlung?
Das hängt von der gewählten Methode ab. Kurze Anwendungen können wenige Minuten dauern, vollständige Abläufe entsprechend länger.
Wie oft kann man Reiki an sich selbst anwenden?
Viele Praktizierende integrieren Reiki regelmäßig oder täglich in ihre persönliche Praxis.
Welche Handpositionen verwende ich?
Es gibt unterschiedliche traditionelle und moderne Abfolgen. Unsere Übersicht zu Reiki-Handpositionen stellt eine praktische Orientierung vor.
Muss ich beim Reiki etwas fühlen?
Nein. Wahrnehmungen unterscheiden sich stark von Mensch zu Mensch.
Kann Reiki eine medizinische Behandlung ersetzen?
Nein.
Auch für dich interessant:


0 Kommentare